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Vergessenen Kindern eine Stimme geben: Aktionswoche 2012 |
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Die Aktionswoche für Kinder aus Suchtfamilien (kurz: COA-Aktionswoche) lenkt in der Woche vom 12. bis 18. Februar 2012 die Aufmerksamkeit von Öffentlichkeit und Medien auf die mehr als 2,6 Millionen Kinder, die in Deutschland unter einem Suchtproblem ihrer Eltern leiden. Während der Aktionswoche
- soll über COAs informiert werden.
- sollen Initiativen Gelegenheit erhalten, ihre Angebote für COAs bekannt zu machen.
- sollen Berufsgruppen, die mit Kindern arbeiten, ermutigt werden, den COAs ihr besonderes Augenmerk zu schenken.
- sollen Verantwortliche in Bund, Ländern und Gemeinden angesprochen,und aufgefordert werden, sich für mehr Unterstützungsangebote für COAs einzusetzen.
Was unterstützt COAs?
Kinder suchtkranker Eltern brauchen Zuwendung von vertrauenswürdigen Erwachsenen außerhalb ihrer Kernfamilie. Das können Oma, Opa, Tante oder Onkel sein, ebenso aber Lehrer/innen, Erzieher/innen, Kinderärztinnen und Kinderärzte, Sporttrainer/innen, Jugendgruppenleiter/innen oder Sozialarbeiter/innen etc. Erfahren Sie mehr unter Infos über COA’s
Wer kann bei der Aktionswoche mitmachen?
Jedermann und jedefrau, dem/der das Thema Kinder aus Suchtfamilien am Herzen liegt, kann mitmachen, z. B. Briefe verschicken, Infomaterialien verteilen, Menschen ansprechen, die beruflich mit Kindern arbeiten. Nutzer von studiVZ und meinVZ finden dort aus Anlass der Aktionswoche eine Gruppe zum Vernetzen, Austauschen und Diskutieren.
- Einrichtungen, die Hilfeangebote für COAs bereit halten, können die Aktionswoche nutzen, um in ihrer Kommune mit Informationsveranstaltungen oder durch Presseartikel auf sich aufmerksam zu machen.
- Die Sucht-Selbsthilfeverbände sind eingeladen, die Aktionswoche zu nutzen, um auf ihre Angebote für Kinder und ihre suchtkranken Eltern aufmerksam zu machen.
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Schenken Sie Ihren Kindern doch mal alkoholfreie Festtage! |
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Auf Weihnachten freuen sich Kinder das ganze Jahr, ist es doch ein Fest, an dem alle zusammen kommen. Kinder möchten in dieser Zeit, dass die Erwachsenen für sie da sind und dass sie nicht betrunken sind.
Kinder spüren, dass die Erwachsenen seltsam riechen, wenn sie trinken, und dass sie sich anders benehmen. Erwachsene, die sonst für Sicherheit sorgen, und auf die sich Kinder sonst immer verlassen dürfen, können sich erschreckend und unberechenbar verhalten, weil sie einen anderen Tonfall und große Gesten verwenden. Es muss sich dabei nicht gleich um Aggressivität und Gewalt handeln. Wenn Erwachsene überfreundlich und sentimental werden, ist das für Kinder genauso seltsam.
Unter Alkoholeinfluss funktionieren wir nicht mehr so gut. Wir verstehen die kleinen Signale nicht mehr so leicht. Wir werden vielleicht egoistischer oder komisch auf eine Weise, die Kinder nicht mehr verstehen.
Am schlimmsten leiden natürlich die 2,65 Millionen Kinder, die mit alkoholkranken Eltern aufwachsen. Der Alkoholkonsum in der Bundesrepublik befindet sich auf einem hohen Niveau, und dies trifft besonders die Kinder.
Verzichten Sie deshalb auf alkoholische Getränke, wenn Sie Weihnachten mit Kindern und Jugendlichen verbringen. Um der Kinder willen, aber auch um Ihrer selbst willen. Setzen Sie ein Zeichen und machen statt »Weihnachten blau« einmal eine »Weiße Weihnacht«. |
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Familienclubs - ein neuer Ansatz in der Suchtselbsthilfe |
Guttempler starten neues Modellprojekt
Nach langer Vorbereitung ist es nun soweit. Das Guttempler-Projekt der Guttempler, gefördert durch die BARMER GEK, nimmt Gestalt an. Ab September diesen Jahres werden die ersten Klub-Assistenten bzw. Assistentinnen ausgebildet, und Ende dieses Jahres sollen die ersten Klubs an den Start gehen.
Was ist das Besondere an Familienklubs?
Suchtprobleme betreffen nicht nur Abhängige, sondern die ganze Familie. Nach wie vor richtet sich das Hauptaugenmerk der Hilfen, der Therapieangebote und auch der Selbsthilfe überwiegend auf die Abhängige oder den Abhängigen.
Doch es geht auch anders – wie Beispiele aus Italien und Dänemark beweisen. Es zeigt sich, dass durch diese Form der Gruppenarbeit ganz besonders jüngere Menschen (zwischen 25 und 40 Jahren) erreicht werden.
Eine weitere Form der Familienklubs – auf das bundesdeutsche Gesundheitssystem abgestimmt – wird nun in Deutschland eingeführt.
Sie können sich informieren unter: http://www.guttempler.de/familienklubs |
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